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Digital-Lexikon

KI-Rechenzentren in Europa

Auch bekannt als: KI-Rechenzentren Europa, AI-Rechenzentren in Europa, AI data centers in Europe

Definition KI-Rechenzentren in Europa sind Rechenzentren in europäischen Staaten, deren Rechentechnik überwiegend aus Grafikprozessoren (GPUs) oder anderen KI-Beschleunigern besteht und die für das Training und den Betrieb großer KI-Modelle ausgelegt sind. Dazu zählen öffentliche Supercomputer, um die die EU AI Factories aufbaut, und kommerzielle KI-Campus mit geplanten Leistungen von mehreren hundert Megawatt bis über einem Gigawatt.
Abgrenzung Nicht gemeint sind klassische Rechenzentren ohne nennenswerte KI-Rechenleistung und Vorhaben, die erst als Bewerbung oder Absichtserklärung bestehen, etwa die Bewerbungen um EU-AI-Gigafactories. Ein Standort in Europa legt nicht fest, welchem Recht der Betreiber unterliegt: US-Anbieter fallen auch mit europäischen Rechenzentren unter den US CLOUD Act.

Arten

Unterschieden werden zwei Arten von Standorten. Öffentliche Rechner gehören Forschungseinrichtungen und werden oft gemeinsam mit dem EuroHPC Joint Undertaking der EU finanziert. Um sie herum entstehen AI Factories, die Start-ups, kleinen und mittleren Unternehmen und Forschung Rechenzeit und Beratung anbieten. Kommerzielle Standorte bauen Unternehmen wie Nscale, Nebius oder Mistral AI. Manche vermieten Rechenleistung an viele Kunden, andere arbeiten für einen einzigen Großkunden wie Microsoft.

Kennzahlen sind nur eingeschränkt vergleichbar: Rechenleistung wird in unterschiedlicher Genauigkeit angegeben, und Megawatt-Angaben meinen mal die Anschlussleistung des ganzen Geländes, mal die Leistungsaufnahme der Rechner. Viele Betreiber nennen keine Zahl der Grafikprozessoren (GPUs).

Standorte

Die Karte zeigt 16 Standorte außerhalb Deutschlands, dazu zur Einordnung die drei größten deutschen: JUPITER in Jülich, die Industrial AI Cloud der Telekom in München und Lübbenau. Alle zehn deutschen Standorte zeigt der Beitrag KI-Rechenzentren in Deutschland. Die Quellen je Standort stehen in den Kacheln der Karte.

Wichtige KI-Rechenzentren in Europa

Große öffentliche Rechner und kommerzielle KI-Campus in Europa, dazu drei deutsche Standorte zur Einordnung. Ein Klick auf einen Punkt zeigt die Angaben.

  • Forschung und öffentliche Hand
  • Kommerzieller Anbieter
  • Im Bau oder Ausbau
  • Angekündigt
Alle 19 Standorte als Liste

Kommerzieller Anbieter · Im Bau oder Ausbau

Nscale Narvik

Betreiber
Nscale, Abnehmer Microsoft
Ort
Kvandal bei Narvik, Norwegen
Leistung
230 MW erste Ausbaustufe, bis 520 MW; rund 52.000 NVIDIA GB300 (Vertrag Okt. 2025) und über 30.000 Vera Rubin (Lieferung 2027)
Inbetriebnahme
Rubin-Ausbau für Microsoft 2027, genauer Termin nicht veröffentlicht
Stand
Oktober 2026

Im Juli 2025 als „Stargate Norway“ mit OpenAI angekündigt. Nach dem Ausstieg von OpenAI als Direktkunde im April 2026 ist Microsoft der Abnehmer. Versorgung mit Wasserkraft.

Quelle: Techzine Global, 15.04.2026; Nscale, 15.10.2025 (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · Im Bau oder Ausbau

Campus IA Fouju

Betreiber
Campus AI (MGX, Bpifrance, Mistral AI, NVIDIA)
Ort
Fouju bei Paris, Frankreich
Leistung
1,4 GW im Endausbau; Mistral AI hat eine erste Phase von 96 MW gesichert
Inbetriebnahme
Betrieb ab 2028 angestrebt
Stand
Oktober 2026

Geplant als größter KI-Campus Europas. Seit Juni 2026 baut Eiffage das Umspannwerk und die gemeinsame Infrastruktur, die Rechenzentren selbst stehen noch nicht.

Quelle: Eiffage, Pressemitteilung vom 02.06.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

Alps

Betreiber
CSCS (ETH Zürich)
Ort
Lugano, Schweiz
Leistung
rund 10.752 NVIDIA GH200, 434,9 PetaFLOP/s Linpack (TOP500 Juni 2026: Platz 10)
Inbetriebnahme
eingeweiht 14. September 2024
Stand
Oktober 2026

Größter Forschungsrechner der Schweiz, ausdrücklich auch für KI genutzt. Auf Alps wurde das offene Schweizer Sprachmodell Apertus trainiert.

Quelle: TOP500, Juni 2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

LUMI

Betreiber
CSC, EuroHPC Joint Undertaking
Ort
Kajaani, Finnland
Leistung
11.912 AMD MI250X, 379,7 PetaFLOP/s; dazu LUMI-AI mit AMD MI430X für 387,8 Mio. Euro (Vertrag 31.08.2026)
Inbetriebnahme
LUMI seit 2022, LUMI-AI 2. Halbjahr 2027
Stand
Oktober 2026

Einer der größten Supercomputer Europas und Kern der LUMI AI Factory. LUMI-AI soll rund die zehnfache KI-Kapazität bringen.

Quelle: EuroHPC JU, Meldung vom 31.08.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

Leonardo / IT4LIA

Betreiber
CINECA, EuroHPC Joint Undertaking
Ort
Bologna, Italien
Leistung
Leonardo: 13.824 NVIDIA A100; KI-Partition LISA: 1.328 GPUs; neues IT4LIA-System mit NVIDIA GB200 NVL4 (290 Mio. Euro)
Inbetriebnahme
Leonardo seit 2022/2023, LISA eingeweiht 11.06.2026, IT4LIA-System ohne Termin
Stand
Oktober 2026

Wichtigster öffentlicher KI-Standort Italiens. Das 2026 beauftragte Blackwell-System der IT4LIA AI Factory richtet sich vor allem an Start-ups und KMU.

Quelle: EuroHPC JU, Meldung vom 11.06.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · In Betrieb

Nebius Mäntsälä

Betreiber
Nebius
Ort
Mäntsälä, Finnland
Leistung
bis zu 75 MW; nach Angaben von Nebius das erste produktive GB300-NVL72-System Europas
Inbetriebnahme
Erweiterung auf 75 MW Anfang 2026 abgeschlossen
Stand
Oktober 2026

Europäisches Stammrechenzentrum des GPU-Cloud-Anbieters Nebius aus Amsterdam. Die Abwärme fließt ins örtliche Fernwärmenetz.

Quelle: Nebius, Meldung vom 31.03.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · Angekündigt

Nebius Lappeenranta

Betreiber
Nebius
Ort
Lappeenranta, Finnland
Leistung
bis zu 310 MW, NVIDIA Blackwell und Vera Rubin
Inbetriebnahme
erste Kapazität für Kunden 2027
Stand
Oktober 2026

Im März 2026 angekündigte KI-Fabrik auf rund 40 Hektar mit geschlossener Flüssigkühlung und Abwärme für das Fernwärmenetz. Baufortschritt nicht veröffentlicht.

Quelle: Nebius, Meldung vom 31.03.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · In Betrieb

Start Campus Sines

Betreiber
Start Campus, GPU-Betrieb Nscale für Microsoft
Ort
Sines, Portugal
Leistung
12.600 NVIDIA GB300, ab Ende 2027 über 66.000 Rubin; Campus bis 1,2 GW
Inbetriebnahme
erstes Gebäude seit Januar 2025, GB300 ab Q1 2026 geplant
Stand
Oktober 2026

KI-Campus an der Atlantikküste mit erneuerbarem Strom und Meerwasserkühlung. Ob die GB300 seit Anfang 2026 laufen, ist öffentlich nicht bestätigt.

Quelle: AICEP Portugal Global, 06.05.2026; Start Campus, 15.10.2025 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · Im Bau oder Ausbau

Alice Recoque

Betreiber
CEA/TGCC, EuroHPC Joint Undertaking
Ort
Bruyères-le-Châtel, Frankreich
Leistung
AMD MI430X, Ziel über 1 ExaFLOP/s Linpack bei unter 15 MW
Inbetriebnahme
Installation seit 2026, erste Forschende Ende 2027
Stand
Oktober 2026

Nach JUPITER der zweite europäische Exascale-Rechner und der erste in Frankreich, für Simulation und KI. Kosten 554 Mio. Euro einschließlich fünf Jahren Betrieb.

Quelle: GENCI, Meldung vom 18.11.2025 (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · Im Bau oder Ausbau

Mistral Compute

Betreiber
Mistral AI (Gebäude: Eclairion)
Ort
Bruyères-le-Châtel, Frankreich
Leistung
rund 44 MW; rund 13.800 NVIDIA GB300 (nur Sekundärquellen)
Inbetriebnahme
Start für Q2 2026 angekündigt, voller Betrieb nicht bestätigt
Stand
Oktober 2026

Erstes eigenes Rechenzentrum von Mistral AI für Training und Inferenz, finanziert mit 830 Mio. US-Dollar Kredit. Die Kapazität wird als „Mistral Compute“ auch an Unternehmen vermarktet.

Quelle: TechCrunch, 30.03.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

Jean Zay

Betreiber
IDRIS (CNRS), GENCI
Ort
Orsay (Paris-Saclay), Frankreich
Leistung
1.456 NVIDIA H100 neben älteren A100 und V100, 125,9 PetaFLOPS Spitzenleistung
Inbetriebnahme
seit 2019, H100-Erweiterung 2024
Stand
Oktober 2026

Zentraler öffentlicher KI-Rechner Frankreichs für Forschung und Start-ups. Deutlich kleiner als die neuen kommerziellen Standorte.

Quelle: CNRS, Pressemitteilung März 2024 (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · Angekündigt

SoftBank/Sesterce Bosquel

Betreiber
Joint Venture SoftBank Group und Sesterce
Ort
Bosquel (Somme), Frankreich
Leistung
1 GW geplant, keine Hardware genannt
Inbetriebnahme
kein Zeitplan veröffentlicht
Stand
Oktober 2026

KI-Campus auf dem Gelände, das zuvor Fluidstack vorgesehen hatte. Teil einer SoftBank-Zusage über 5 GW in Frankreich, bisher nur angekündigt.

Quelle: Sesterce, Meldung vom 01.06.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

Isambard-AI

Betreiber
Bristol Centre for Supercomputing, Universität Bristol
Ort
Bristol, Vereinigtes Königreich
Leistung
5.448 NVIDIA GH200, 5 MW, rund 21 ExaFLOPS KI-Leistung (Herstellerangabe)
Inbetriebnahme
Juli 2025
Stand
Oktober 2026

Leistungsstärkster KI-Rechner Großbritanniens und Kern der nationalen AI Research Resource. Nach einem Jahr Betrieb knapp 4.000 Nutzer.

Quelle: University of Bristol, 29.07.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

MareNostrum 5

Betreiber
Barcelona Supercomputing Center, EuroHPC Joint Undertaking
Ort
Barcelona, Spanien
Leistung
4.480 NVIDIA H100; KI-Erweiterung mit GB300 NVL72 und GB200 NVL4 für 129 Mio. Euro
Inbetriebnahme
seit 2023/2024, Erweiterung für 2026 geplant, Abschluss nicht bestätigt
Stand
Oktober 2026

Spaniens größter Supercomputer und Sitz einer der ersten EuroHPC AI Factories. Start-ups, KMU und öffentliche Stellen erhalten bis März 2028 kostenlosen Zugang.

Quelle: BSC, MareNostrum 5 Übersicht (öffnet in einem neuen Fenster)

Kommerzieller Anbieter · Angekündigt

Mistral Borlänge

Betreiber
EcoDataCenter, Kapazität für Mistral AI
Ort
Borlänge, Schweden
Leistung
NVIDIA Vera Rubin, Anzahl nicht veröffentlicht
Inbetriebnahme
Eröffnung 2027 geplant
Stand
Oktober 2026

Erste Infrastrukturinvestition von Mistral AI außerhalb Frankreichs, 1,2 Mrd. Euro, auf dem Gelände einer früheren Papierfabrik mit erneuerbarer Energie.

Quelle: EcoDataCenter, Pressemitteilung vom 11.02.2026 (öffnet in einem neuen Fenster)

Forschung und öffentliche Hand · In Betrieb

Gefion

Betreiber
Danish Centre for AI Innovation (Novo Nordisk Foundation, EIFO)
Ort
Großraum Kopenhagen, Dänemark
Leistung
1.528 NVIDIA H100, Erweiterung mit DGX B300 ohne veröffentlichte Größe
Inbetriebnahme
Oktober 2024
Stand
Oktober 2026

Dänemarks erster KI-Supercomputer, finanziert von der Novo Nordisk Foundation. Schwerpunkte sind Wirkstoffforschung und eine souveräne Inferenzplattform.

Quelle: Novo Nordisk Fonden, 23.10.2024 (öffnet in einem neuen Fenster)

Eigene Recherche aus Angaben der Betreiber, EuroHPC und TOP500, Stand Oktober 2026 Kartengrundlage: Natural Earth

Kommerzielle Großprojekte

In Narvik in Nordnorwegen baut Nscale einen Campus mit zunächst 230 MW, ausbaubar auf 520 MW. Er war im Juli 2025 als „Stargate Norway“ mit OpenAI angekündigt worden. Seit OpenAI im April 2026 als Direktkunde ausgestiegen ist, ist Microsoft der Abnehmer. Der Standort wird mit Wasserkraft versorgt.

Bei Paris entsteht in Fouju der Campus IA von MGX, Bpifrance, Mistral AI und NVIDIA mit 1,4 GW im Endausbau. Seit Juni 2026 baut Eiffage dort das Umspannwerk, die Rechenzentren selbst stehen noch nicht, der Betrieb ist ab 2028 angestrebt. Bereits gebaut hat Mistral AI ein eigenes Rechenzentrum mit rund 44 MW in Bruyères-le-Châtel südlich von Paris, finanziert mit einem Kredit von 830 Mio. US-Dollar. Ein zweites Mistral-Projekt mit EcoDataCenter in Borlänge in Schweden soll 2027 eröffnen.

In Finnland betreibt Nebius in Mäntsälä ein Rechenzentrum mit bis zu 75 MW und kündigte im März 2026 in Lappeenranta eine KI-Fabrik mit bis zu 310 MW an. Im portugiesischen Sines stellt Nscale auf dem Start Campus für Microsoft Grafikprozessoren bereit, der Campus soll langfristig 1,2 GW erreichen.

Öffentliche Rechner und AI Factories

Zu den öffentlichen Rechnern mit KI-Angebot gehören:

  • LUMI in Kajaani, Finnland: einer der größten Supercomputer Europas. Im August 2026 wurde LUMI-AI für 387,8 Mio. Euro beauftragt, mit rund der zehnfachen KI-Kapazität, verfügbar ab der zweiten Jahreshälfte 2027.
  • Leonardo in Bologna mit der IT4LIA AI Factory: 2026 kamen die KI-Partition LISA und der Auftrag für ein neues Blackwell-System für 290 Mio. Euro hinzu, das sich vor allem an Start-ups und KMU richtet.
  • MareNostrum 5 in Barcelona: Sitz einer der ersten EuroHPC AI Factories. Start-ups, KMU und öffentliche Stellen erhalten dort bis März 2028 kostenlosen Zugang.
  • Alps in Lugano: der größte Forschungsrechner der Schweiz, auf dem das offene Sprachmodell Apertus trainiert wurde.
  • Alice Recoque in Bruyères-le-Châtel: nach JUPITER der zweite europäische Exascale-Rechner, erste Forschende ab Ende 2027.
  • Isambard-AI in Bristol, Jean Zay bei Paris und Gefion in Kopenhagen: kleinere nationale KI-Rechner in Großbritannien, Frankreich und Dänemark.

Geplante und abgesagte Projekte

Nicht jedes angekündigte Projekt wird gebaut. Der Anbieter Fluidstack hat sich im März 2026 aus seinen Projekten in Frankreich zurückgezogen, auf seinem Gelände in Bosquel wollen nun SoftBank und Sesterce einen Campus mit 1 GW errichten, bisher ohne Zeitplan. In Narvik hat OpenAI seine Rolle als Direktkunde aufgegeben.

Die EU will mit bis zu sieben AI Gigafactories nachlegen und erwartet dafür private Investitionen von mehr als 20 Mrd. Euro. Bewerbungen sind bis zum 12. November 2026 möglich, ausgewählt wird Anfang 2027, die Standorte sollen innerhalb von 18 Monaten danach in Betrieb gehen. Bewerbungen stehen deshalb nicht auf der Karte.

Zugang für Unternehmen

Die öffentlichen AI Factories vergeben Rechenzeit für abgegrenzte Projekte, etwa um ein Modell mit eigenen Daten anzupassen. In Deutschland bieten die AI Factories in Jülich und Stuttgart diesen Zugang an. Kommerzielle Anbieter vermieten Rechenleistung nach Nutzung oder über längerfristige Verträge. Mistral AI vermarktet seine Kapazität als „Mistral Compute“, zu den ersten Kunden gehören laut The Next Web ASML, Amadeus und Capgemini.

Rechtlicher Rahmen

Für den Rechtsrahmen ist weniger das Land des Rechenzentrums entscheidend als der Sitz des Betreibers. Europäische Anbieter wie Mistral AI oder Nebius unterliegen europäischem Recht. US-Anbieter unterliegen dem US CLOUD Act auch dann, wenn sie in Europa rechnen, und müssen Daten auf behördliche Anordnung herausgeben, unabhängig vom Speicherort.

Kritik und Grenzen

Die Karte zeigt den Stand Oktober 2026 und eine Auswahl nach Größe und Bedeutung. Kleinere AI Factories in weiteren EU-Ländern fehlen ebenso wie Bewerbungen um EU-AI-Gigafactories. Zeitpläne verschieben sich häufig, und viele Betreiber veröffentlichen keine Angaben zu GPUs oder Megawatt. Einzelne Zahlen sind nur in Fachmedien belegt, die Kacheln weisen darauf hin. Preise für Rechenleistung vergleicht der Beitrag nicht.

Siehe auch

Quellen

Änderungsprotokoll

Aktuelle Version 2.0 · Stand: · Zitierfähige Quelle: https://www.alpha-digital.de/lexikon/ki-rechenzentren-europa/

  1. Version 1.0 Erstveröffentlichung am : Erstveröffentlichung als Ratgeber
  2. Version 2.0 Aktualisiert am : Vom Ratgeber ins Lexikon umgezogen und als Nachschlagebeitrag neu gegliedert; Karte und Standortangaben unverändert (Stand Oktober 2026).

Häufige Fragen

Was ist eine EU-AI-Gigafactory?
Ein Förderprogramm der EU für bis zu sieben sehr große KI-Rechenzentren, für die private Investitionen von mehr als 20 Mrd. Euro erwartet werden. Bewerbungen sind bis zum 12. November 2026 möglich, die Auswahl folgt Anfang 2027. Die Standorte sollen innerhalb von 18 Monaten danach in Betrieb gehen.
Warum entstehen die größten KI-Rechenzentren in Skandinavien und Portugal?
Die Betreiber nennen vor allem Strom und Kühlung: Narvik wird mit Wasserkraft versorgt, Sines nutzt erneuerbaren Strom und Meerwasserkühlung, Nebius leitet in Finnland die Abwärme ins Fernwärmenetz. KI-Rechenzentren brauchen Hunderte Megawatt, die nicht überall verfügbar sind.
Warum zeigt die Europakarte nur drei deutsche Standorte?
Zur Einordnung stehen dort nur die drei größten: JUPITER in Jülich, die Industrial AI Cloud der Telekom in München und Lübbenau. Alle zehn deutschen Standorte mit eigenen Lexikonbeiträgen zeigt der Beitrag KI-Rechenzentren in Deutschland.
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